Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung des Cyber-Lagebild-Abonnements
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für sämtliche Verträge zwischen Schoonnect Consulting Sergiy Esposito, Weitlingstraße 71, 10317 Berlin (nachfolgend "Anbieter") und seinen Kunden (nachfolgend "Nutzer") über die Nutzung des Cyber-Lagebild-Dienstes.
(2) Der Anbieter schließt Verträge sowohl mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB als auch mit Unternehmern im Sinne des § 14 BGB.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer im Rahmen eines Abonnementvertrags den Zugang zur webbasierten Cyber-Threat-Intelligence-Plattform "Cyber-Lagebild" zur Verfügung.
(2) Der Leistungsumfang umfasst insbesondere:
- Zugriff auf das Live-Lagebild mit kuratierten Bedrohungsdaten aus öffentlichen und kommerziellen Threat-Intelligence-Quellen,
- KI-gestützte Einordnung und Analyse von CVEs und Sicherheitsvorfällen auf Deutsch,
- Region-, Branchen- und Severity-Filter für DACH/EU-Fokus,
- History-Archiv mit Volltextsuche,
- Wöchentliche Lagebericht-E-Mail mit Top-CVEs, Top-Incidents und KI-Zusammenfassung,
- Export der angezeigten Daten als PDF, Markdown und CSV.
(3) Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf der Pricing-Seite des Anbieters veröffentlichten Tarif-Beschreibung.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang weiterzuentwickeln und einzelne Funktionen zu ergänzen oder zu ersetzen, sofern dadurch der Vertragszweck nicht wesentlich eingeschränkt wird. Wesentliche Leistungsänderungen werden dem Nutzer mit angemessener Frist per E-Mail mitgeteilt; ein Sonderkündigungsrecht bleibt unberührt.
(5) Cyber-Lagebild ist ein Informations- und Analysedienst. Die bereitgestellten Inhalte ersetzen keine individuelle sicherheitstechnische Beratung und keine eigene Risikobewertung durch den Nutzer. KI-generierte Analysen sind als Entscheidungshilfe zu verstehen, nicht als verbindliche Handlungsanweisung.
§ 3 Vertragsabschluss
(1) Die Darstellung des Tarifs auf der Pricing-Seite stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Nutzer.
(2) Mit dem Klick auf "Cyber-Lagebild abonnieren" und Abschluss des Bezahlvorgangs über den Zahlungsdienstleister Stripe gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnementvertrags ab.
(3) Der Vertrag kommt mit der Bestätigungs-E-Mail des Anbieters bzw. spätestens mit der ersten erfolgreichen Bereitstellung des Zugangs zustande.
§ 4 Vergütung, Zahlung und Preisanpassung
(1) Die Höhe der monatlichen oder jährlichen Vergütung ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses veröffentlichten Preisliste. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19%).
(2) Die Vergütung wird im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig und über den Zahlungsdienstleister Stripe abgewickelt. Akzeptierte Zahlungsmittel sind Kreditkarte, SEPA-Lastschrift sowie Apple Pay und Google Pay, soweit verfügbar.
(3) Early-Bird-Konditionen: Nutzer, die bis zum 31. Juli 2026 ein Abonnement abschließen, behalten den Early-Bird-Preis (9,99 EUR/Monat bzw. 99,90 EUR/Jahr) für die gesamte Laufzeit ihres aktiven Abonnements. Nach einer Kündigung und Wiederanmeldung gilt der dann aktuelle Regulärpreis.
(4) Reguläre Preisanpassungen sind erstmals zum 1. August 2026 vorgesehen (13,99 EUR/Monat bzw. 139,90 EUR/Jahr für Neukunden). Bestehende Early-Bird-Abonnenten sind hiervon nicht betroffen, solange ihr Abonnement aktiv bleibt.
(5) Spätere Preisanpassungen bei bestehenden Abonnements werden mit einer Frist von mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Der Nutzer hat das Recht, dem Vertrag innerhalb von vier Wochen ab Zugang der Mitteilung zu widersprechen; widerspricht er, endet der Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisanpassung.
(6) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach vorheriger Mahnung zu sperren und das Abonnement außerordentlich zu kündigen.
§ 5 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird je nach gewähltem Tarif für einen Monat oder ein Jahr abgeschlossen und verlängert sich automatisch um den jeweils gleichen Zeitraum, sofern er nicht zuvor gekündigt wird.
(2) Der Vertrag kann vom Nutzer jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums über das Konto-Menü oder per E-Mail an consultant@sergiyesposito.de gekündigt werden. Die Kündigung wird unverzüglich nach Eingang bestätigt.
(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei missbräuchlicher Nutzung, Verletzung dieser AGB oder Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen vor.
(4) Nach Vertragsende werden die Account-Daten des Nutzers gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gelöscht oder anonymisiert.
§ 6 Pflichten und Verantwortlichkeit des Nutzers
(1) Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor Zugriff durch Dritte zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
(2) Der Nutzer darf den Dienst nicht zur Verbreitung rechtswidriger Inhalte oder zum Aufbau konkurrierender Dienste durch Reverse Engineering, automatisiertes Scraping oder vergleichbare Maßnahmen nutzen.
(3) Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte sowie eine Nutzung durch mehr Personen als vertraglich vereinbart ist nicht gestattet.
§ 7 Verfügbarkeit und Service-Level
(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 Prozent im Jahresmittel an, ausgenommen geplante Wartungsarbeiten und Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (höhere Gewalt, Ausfall von Vorleistungen, Internet-Störungen).
(2) Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, in den Nachtstunden (MEZ) durchgeführt und mit angemessener Vorankündigung kommuniziert.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), und auch in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Eine darüber hinausgehende Haftung insbesondere für entgangenen Gewinn, Folgeschäden, Datenverluste oder Schäden, die dem Nutzer durch falsche Einschätzung KI-generierter Inhalte entstehen ist ausgeschlossen, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen.
(4) Die Beschränkungen gelten nicht bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei der Übernahme einer Garantie.
§ 9 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich gemäß der Datenschutzerklärung, abrufbar unter cybersecurity.sergiyesposito.de/datenschutz, sowie nach den Vorgaben der DSGVO und des BDSG.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Aufenthaltsstaates des Verbrauchers entgegenstehen.
(2) Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Berlin ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB aus sachlich gerechtfertigten Gründen (Änderungen der Rechtslage, Rechtsprechung, technischer Weiterentwicklung des Dienstes) anzupassen. Bestandskunden werden über Änderungen mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
Stand: Mai 2026